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De: Doujinshi

KURZFORM Die Japanische Version eines Selbstverlags oder unabhängiger Presse.

Meistens sowas.

Obwohl Doujinshi traditionell als Manga im Selbstverlag präsentiert wird, bedeutet der Begriff eigentlich "Amateur Publikation" und hält heute als Synonym für unabhängig verlegte Fan-Arbeiten jeder Art her. Doujinshi, die von einer Gruppe erarbeitet werden, verweisen als Autor eher auf einen "Doujin Kreis" als auf einen einzelnen Künstlernamen.

Doujinshi können komplett originelle Inhalte besitzen oder Inhalte aus bereits existierendem "geistigen Eigentum". Gedruckte Doujinshi wurden aufgrund finanzieller Grenzen traditionell in nur begrenzter Stückzahl verlegt. Bei nicht-originellem Inhalt bedeutet das auch, dass man nicht groß auf dem Schlips des Original-Autors herumtritt und viele Firmen betrachten Amateurwerke als Gratis-Werbung. Da man mit Doujinshi auch Einmischung von oben ausweichen kann, kriegen Doujinshi weniger von der Zensur ab; sexuelle oder anderweitig grenzüberschreitende Schilderungen sind berüchtigte Charakterzüge von Doujinshi, auch wenn man sie nicht auf alle beziehen kann.

In den letzten Jahren gab es einen Aufschwung in der Aktivität von Amateur-Comickünstlern und Profis, die sich wünschen, "außerhalb des Systems" zu arbeiten. Gleichzeitig hat sich ein Unterstützungssystem aufgebaut, durch das die Produktion und der Verkauf derartiger Werke in einem Ausmaß möglich ist, von dem westliche Künstler oder Schriftsteller nur zu träumen wagen. Die größte halbjährige Convention zum Doujin-Verkauf, Comiket, zählt während der drei Tage andauernden Veranstaltung über eine halbe Millionen Teilnehmer. Wegen noch enger gezogenen finanziellen und rechtlichen Grenzen sind Doujinshi im Westen meistens, wenn nicht sogar exklusiv, im Internet zu finden.

Die zweithäufigste Form von Doujinshi sind Spiele, häufig von einer Person oder einer sehr kleinen Gruppe programmiert. Die womöglich bekannteste dieser Gruppen und eine der sehr wenigen, die sich später auch mit kommerzieller Spieleproduktion beschäftigte, nennt sich Type-Moon. Die Touhou-Spiele machen vermutlich die am längsten laufenden Doujinshi-Spieleserien aus, da das erste 1996 veröffentlicht wurde und die Serie heute bereits 16 Spiele umfasst, obwohl es einige potenzielle Thronanwärter gibt.

Daraus ergeben sich zwei Effekte für den Anime-Sektor: Erstens stammen viele hochrangige Anime entweder von Doujinshi ab oder von Künstlern, die sich einen Ruf als Doujinshi-Autor gemacht haben. Namenhafte Beispiele hierfür sind CLAMP, Ken Akamatsu (auf den beides zutrifft) und Yoshitoshi ABe.
Der zweite Effekt ist, dass eine gewisse Anzahl von Anime Doujinshi entweder als primäre Handlungs-Knotenpunkte oder nebensächliche Elemente wieder aufgreift. Dies ist meistens ein Charakterzug von Otaku Surrogates. Comic Party und Doujin Work sind Geschichten, die sich darum drehen, während Gen Shi Ken es als einen Charakterzug der Fangemeinde anspricht; Otaku no Video von Studio Gainax handelt von den Anfängen der Firma als Doujin Kreis.

Interessanter Weise kam der erste Doujinshi aus Amerika, hieß Air Pirates Funnies und handelte von Disney-Figuren in ziemlich expliziten Situationen.

Online veröffentlichte Doujinshi (und Webcomics, die auf existierenden Serien aufbauen) werden häufig als Fan Webcomics bezeichnet.


Beispiele:

    De/Anime-TropenEcchi

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