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De: Wangst
Angst und Weltschmerz können großartiges Drama und gute Charakterentwicklung bewirken — nahezu alle guten Werke enthalten mehr oder weniger davon und der Reiz des "armen Dings" basiert darauf.

Aber wie mit allem kann man es auch hiermit übertreiben. Wangst, ein Kofferwort aus "whiny" oder "wanker" (weinerlich bzw. Wichser, je nachdem, wen man fragt) und "Angst" (Achtung: Auf Englisch heißt das soviel wie "Weltschmerz", nicht unser Wort "Angst"!), ist prinzipiell aus dem Ruder gelaufener Weltschmerz und übertriebenes Selbstmitleid. Der als Das Arme Ding beabsichtigte Charakter wird zu einem erbärmlichen Jammerlappen, der lieber über eine tragische Vergangenheit oder ein schlimmes Ereignis jammert (und das meist laut und wiederholt) statt sich dem Problem zu stellen und aufzuhören, ständig deprimiert zu sein. Das gilt ganz besonders, wenn besagtes "Trauma" keineswegs als so tragisch erscheint, wie der Charakter es darstellt und damit in keinem Verhältnis zu seinem Wehklagen steht.

Obwohl Wangst meist mit großem Jammern über lächerliche "Tragödien" assoziiert ist, so ist doch das Ausmaß des Unglücks weniger das Problem als vielmehr die Art und Weise, wie damit umgegangen wird. Ereignisse, die Im Wahren Leben tatsächlich niederschmetternd sind werden melodramatische Wangst, wenn das Selbstmitleid des Charakters sich zu lange hinzieht oder so oft als Handlungselement missbraucht wird, dass es anfängt, zu nerven. Ebenso kann ein Ereignis, worüber sich eine Durchschnittsperson kaum Gedanken macht, ein großartiges Mittel sein, um die spezifischen Ängste und Schwächen eines Charakters zu beleuchten — oder gar klarzustellen, dass der Charakter tatsächlich übertreibt und Häme verdient. Im Endeffekt hängt es von der persönlichen Schmerzgrenze ab: Was für den einen unrealistisch und nervend ist, kann für den anderen wirklich herzergreifend sein.

Es gibt jedoch einige Punkte, auf die man sich einigen kann: Wenn mehrere Charaktere einen Grund haben, deprimiert zu sein, und einer von ihnen seine eigenen Probleme dramatisch in Szene setzt (Fleißkärtchen, wenn besagter Charakter weniger Grund zum Selbstmitleid hat als die anderen) macht ihn das nicht sympathischer als die anderen Charaktere, die ihre eigenen Probleme mit mehr Selbstbeherrschung und Würde angehen. Im Gegenteil, es macht ihn zu einem selbstsüchtigen Arsch. True Art Is Angsty hat darüber hinaus Grenzen: Deprimierte Charaktere, die schlecht geschrieben sind, sind nicht automatisch interessanter als glückliche und ausgeglichene Charaktere, die gut geschrieben sind. Weltschmerz/Wangst ist keine Krücke für Drama und Charakterentwicklung — gute Charaktere sind durch mehr definiert, als ihre Dunkle Vergangenheit.

Wangst ist eine Spezialität von Emo Teenies, Sympathischen Sues und Charakteren Cursed with Awesome. Siehe auch Emo, Bathos, Angst Dissonance. Vergleiche Weltschmerz Ex Machina, wenn zuviele Weltschmerz-Quellen für die Bereitschaft Zu Glauben auf den Charakter einschlagen. Gegensätzlich zu Angst? What Angst?.

Wichtiger Hinweis: Nur weil ein Charakter traurig ist, hat er keine Wangst. Es gibt selbst in der Fiktion Szenarien, in denen es für einen Charakter durchaus berechtigt ist, traurig und deprimiert zu sein und sich auch so zu verhalten. Ein Charakter hat keine Wangst, wenn er traurig ist, sondern, wenn seine Betroffenheit schlecht geschrieben oder übertrieben und in die Länge gezogen ist. Beim Hinzufügen erwähne deshalb, warum das Beispiel hier hin gehört. Beachte außerdem, dass Wangst manchmal auch absichtlich benutzt wird, meistens in Komödien.

Beispiele:


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