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Kanon ist das, was zählt, wenn es um die Konsistenz in der Fiktion geht. Ursprünglich ein Begriff aus der Religion. Und ähnlich wie dort, wird auch über fiktive Werke viel gestritten. Und wer die entsprechenden Machtmittel hat, kann seine Meinung durchsetzen. Ja, Kanon ist eine Ernste Angelegenheit.
In Fernsehserien funktioniert Kanon etwas anders als in der Literatur. z.B. ist klar, dass nur die Sherlock Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle selber Kanon sind, und alle von anderen Autoren eben nicht. Ebenso bei den kanonischen Werken von Shakespeare - auch wenn manche bezweifeln, dass sie wirklich von ihm geschrieben wurden.
Aber in der Fernsehwelt gibt es Teams von Autoren. Und wenn auch klar ist, dass nicht-offizielles Material niemals Kanon sein kann, ist nicht klar, was genau dazugehört. Lizenziertes Material oder "Bücher zur Serie" müssen nicht Kanon sein. Selbst ausgestrahltes Material kann aus dem Kanon herausfallen, wenn Gottes Wort so sagt.
Viele Fans sehen Kanon als eine Art Vorschrift an - Fakten des fiktiven Universums, denen nicht widersprochen werden darf. Die Autoren von Serien, speziell wenn sie längere Zeit laufen, sind oft anderer Meinung. Soll heißen: Wenn es für die Geschichte notwendig ist, ändern oder vergessen sie schonmal Fakten aus früheren Folgen. Manche Fans reagieren dann damit, dass sie solche Folgen nicht als kanonisch ansehen.
Kanon ist nicht dasselbe wie Fanon, obwohl viele da anderer Meinung sind. Es ist auch nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Anime.
Beispiele für Kanon-Debatten:
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