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De: Drölfzig Zillionen
Die Fiktion treibt mitunter seltsame Blüten, was das Nennen von Zahlen angeht, besonders dann, wenn Zahlen genannt werden sollen, die einen entweder unvorstellbar großen oder im Zusammenhang sinnlosen Wert annehmen. Diese landen dann selbst im Reich der Fiktion. Etwa:

  • Drölf. Warum sollte man, nachdem elf und zwölf noch eigene Namen haben, schon eine Zahl höher zusammensetzen? Machen die Franzosen beispielsweise auch nicht – onze, douze, treize. Warum also nicht mal drölf? Wird in der Praxis gern ironisch eingesetzt, um eine geringe, aber trotzdem sinnlose Menge überspitzt darzustellen, etwa bei Chronischen Fortsetzungen.
    "Ui toll, In Einem Land Vor Unserer Zeit Teil drölf ist jetzt rausgekommen!"note 
  • Absurde zusammengesetzte Zahlennamen. Warum sollte man bei einer "x-und-y-zig"-Zusammensetzung x und y nur bis neun zählen? Nun ja, über dieses mathematische Gesetz kann man sich auch im Sarkasmus Modus hinwegsetzen. Aber es gibt Fälle, wo dieses Gesetz nicht bekannt ist, etwa bei mangelnder mathematischer Bildung, oder wo es ganz einfach nicht in derselben Form existiert, etwa in anderen Kulturkreisen.
  • Die obigen beiden Punkte kann man für noch absurdere Zahlen ganz prima kombinieren. Wenn drölf nicht genug sind, vielleicht sind's drölfzig.
  • Die Zillion und ihre Verwandten. Ein probates Mittel, um unglaublich große Zahlen darzustellen, ist, sie mit Begriffen zu umschreiben, die auf die tatsächliche Menge nicht mehr schließen lassen. Die herkömmliche, anerkannte Zählweise hat zwei Nachteile: Zum einen ist sie zu konkret, sie gibt also eine reale, erfaßbare Menge wieder. Zum anderen klingt sie zu wissenschaftlich und gleichzeitig nicht fantastisch genug, um nach Science-Fiction zu klingen. Das Deutsche hat gegenüber dem Englischen, aus dem dieses Stilmittel stammt, den Vorteil, neben der "-illion" als Steigerung noch die "-illiarde" zu haben.

Gerade die letztere Schreibweise wird in der Fiktion schon mal notwendig bei aberwitziger zukünftiger Inflation, aber auch sonst gern verwendet für die Eine Zillion Dollar Note.


Beispiele:

Comics
  • Dagobert Ducks Vermögen geht, zumindest laut der Übersetzung von Dr. Erika Fuchs, in die Fantastilliarden.

Film
  • In Falsches Spiel Mit Roger Rabbit erzählt Eddie Valiant, daß er und sein Bruder Frank unmittelbar vor dessen Tod einen Bankräuber gejagt haben, der mit einer Beute von drei Zillionen Dollar entkam. Bei einer Bank in Hollywood in unmittelbarer Nähe von Toontown wahrscheinlich nichts Ungewöhnliches. Für Toons könnte die Zillion außerdem einen konkreten Wert haben, man weiß es nicht.

Literatur
  • In Der Herr Der Ringe wird Bilbo Beutlin 111 Jahre alt. Hobbits bezeichnen Zahlen aber etwas anders als wir. Es sind nämlich nicht einhundertelf Jahre, sondern einundelfzig.

Trickserien
  • ''Futurama setzt auch in der deutschen Synchronisation die übliche Jahreszählweise im dritten Jahrtausend fort, so holprig sie für die Ohren der Gegenwart auch klingt. Das Jahr 2500 wird also nicht "zweitausendfünfhundert" genannt, sondern "fünfundzwanzighundert".

Web-Originale
  • Die hobbit-artige Zählweise wird gern in Foren, Newsgroups usw. als eine fortgeschrittene Methode eingesetzt, um den übermäßigen Gebrauch von Ausrufezeichen zu parodieren. Wenn das Ersetzen einzelner Ausrufezeichen durch Einsen, also das Simulieren der versehentlich losgelassenen Shift-Taste, nicht mehr reicht und das Ersetzen von Einsen, also den Ziffern, durch Wörter wie "eins" oder "elf" auch nicht mehr, greift man eben zu Formulierungen wie "einundelfzig" oder gar "elfundelfzig". Wer mag, kann auch alle Register ziehen.
    Vollnoob: "HILFEEEEEEEEEE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1"
    Regulärer Nutzer: "Deine Eins-Taste klemmt!!!!!!!!111111111elftausendelfhundertzwölfunddrölfzig"

Im wahren Leben
  • Wie oben schon erwähnt wurde, zählen die Franzosen nach deutscher Denke komisch. Zum einen setzen sie das Schema mit "elf" ("onze") und "zwölf" ("douze") bis 16 ("seize") fort. Zum anderen haben sie weder "siebzig" noch "achtzig" noch "neunzig". "Siebzig" ist bei ihnen "zehnundsechzig" ("soixante-dix"), "dreiundsiebzig" ist "drölfundsechzig" ("soixante-treize"), "achtzig" ist "vier-zwanzig" ("quatre-vingt"), und auch "neunzig" wird wieder um zehn aufgezählt ("quatre-vingt-dix").
    • "Siebzig" als eigenständiges Wort, also "septante", ist für die Franzosen wieder ungewöhnlich. Nur im Dialekt und im französischsprachigen Ausland, etwa in der Schweiz oder in Belgien, taucht es auf; dito "neunzig", also "nonante". "Achtzig", also "huitante", ist noch seltener, selbst die Belgier sagen "quatre-vingt".
  • Bei Jahreszahlen verwenden einige Sprachen ganz regulär abgemilderte Formen dieser Trope, wenn das Wort dadurch kürzer und einfacher zu handhaben ist. Im Deutschen etwa ist 1800 in der Mathematik "(ein)tausendachthundert", als Jahreszahl aber "achtzehnhundert". Entsprechend ist es im Englischen statt "one thousand eight hundred" "eighteen hundred". Im Französischen, wo es fast keinen Unterschied macht, sind übrigens sowohl "mille huit cent" als auch "dix-huit cent" erlaubt. Mitunter kommt diese Ausdrucksweise der Einfachheit halber auch bei normalen Zahlen zum Einsatz.


En:Eleventy Zillion

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