De/{{Retcon}} = Retroaktive Continuity.

Vergangene Ereignisse werden so anpasst, dass sie zu der aktuellen Handlung passen. Wenn die eingefügten Informationen zu dem passen, was zuvor gesagt wurde, dann ist dies eine De/{{Revision}}. Wenn sie diese Informationen und Ereignisse hingegen komplett ersetzt, ist es ein De/{{Rewrite}}. Die ideale Form von {{Retcon}} klärt eine zuvor angesprochene Frage, ohne dabei zu viele neue Fragen aufzuwerfen.

Während der Begriff selbst aus dem Bereich der [[ComicbuchTropen Comicbücher]] stammt, genau gesagt ''All-Star Squadron'' #18 aus dem Jahr 1983, so ist die Technik selbst doch wesentlich älter. Oft wird es getan, um eine neue Handlung voranzutreiben, indem man ihren Kontext ändert. Dann wieder wird es getan, weil der Autor dabei erwischt wurde, wie er eine Geschichte schreibt, die direkt die Continuity verletzt und daher nicht sehr plausibel ist.

Einer Person, die De/MarvelComics auf ein Problem hinwies und gleichzeitig eine plausible Erklärung für dieses Problem lieferte, wurde der [[http://www.geocities.com/mh_prime/8607.html Genuine Marvel Comics No-Prize]] durch den Editor De/StanLee verliehen. Eine Tradition, die fortgesetzt wurde, nachdem er Verleger wurde.

Siehe auch De/DeusExCulus, dabei ist aber zu beachten, dass nicht jeder De/{{Retcon}} auch ein De/DeusExCulus ist. Ein De/DeusExCulus ist per Definition etwas, das aus dem Nichts kommt und daher verwandt ist zu De/DeusExMachina. Manchmal kann ein guter De/{{Retcon}} die Geschichte durchaus verbessern, zum Beispiel, indem neue Implikationen oder Motivationen für bereits etablierte Ereignisse ans Tageslicht kommen.

Ein gut durchgeführter De/{{Retcon}} lässt sich nicht als solcher erkennen und kann selbst, was zuvor wie ein De/DeusExCulus wirkte, in ein De/{{Xanatos-Gambit}} verwandeln.

Ein De/{{Retcon}} wird oft als solcher angenommen, wenn aktuelle Ereignisse der vergangenen Continuity der Serie widersprechen und daher möglicherweise ein De/AutorAnBord ist. Sehr viel häufiger jedoch verletzt dieser De/{{Retcon}} nicht den De/{{Kanon}} sondern den De/{{Fanon}}, die Menge unbestätigter Interpretationen durch die Zuschauer. Die meisten kompetenten Autoren erzielen einen De/{{Retcon}}, indem sie sich auf weniger offensichtliche aber immer noch gültige Interpretationen von dem, was man zuvor gesehen hat, stützen.

Wenn die Anzahl der Twists und Fehlinformationen in einer Geschichte ansteigt wird es schwieriger zu sagen, ob ein Ereignis tatsächlich ein Retcon (die Autoren haben es sich anders überlegt) oder eine Fehlinformation (die Autoren hatten den "Retcon" immer schon vor und haben die Zuschauer bis jetzt einfach nur an der Nase rumgeführt.) In manchen Fällen ist es sogar unmöglich zu sagen, ohne die Gedanken des Autoren zu lesen.

Ein De/{{Retcon}} kann in einer De/BewaffnetMitKanon-Kampagne von einem Autor gegen die Arbeit eines anderen im selben [[De/GemeinsamBenutztesUniversum Universum]] benutzt werden. Zuviel benutzt erhält man ein De/ContinuityGewirr. Auch gehen Leser und Fans eventuell mit einem gewissen Grad an [[De/BindungsAngst Skepsis, Zynismus oder auch völligem Desinteresse]] an das Werk ran. Besonders, wenn der Autor dafür bekannt ist, einen Retcon schnell und offensichtlich auf alles anzuwenden, was unpopulär ist oder den [[De/StatusQuoIstGott Status Quo in Frage stellt]].

Prequels sind ein einfaches Opfer, wenn die Autoren nicht sehr vorsichtig sind.

Vergleiche De/GottesKippschalter

Varianten: De/CerebusRetcon, De/{{Revision}}, De/{{Rewrite}} und De/SichAnDenNeuenErinnern.
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!!Beispiele:


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[[source:En:Retcon]]