Was die Manager von Fernsehanstalten tun, um ihren Job zu rechtfertigen: Sich in den kreativen Prozess einmischen, der für die Erstellung von Fernsehshows verantwortlich ist.

Eine erfolgreiche Idee in der Fiktion -- gerade bei Fernsehsendungen -- ist, egal ob Manager dies nun gerne zugeben oder nicht, ein Glückstreffer. Sie verstehen nicht, was wirklich einen "Hit" ausmacht. ''Niemand tut das!'' Man kann niemals vorhersehen, ob die Zuschauer etwas mögen werden, bis sie es tatsächlich sehen. Ein Ergebnis dessen ist, dass Manager versuchen, gleichzeitig konservativ auf bekannte Formeln zu bauen und neue Erfolge [[De/FollowTheLeader zu imitieren.]]

Dies manifestiert sich in erzwungenen Änderungen an Sendungen, die als zu anders und anspruchsvoll angesehen werden, um sie "[[De/LighterAndSofter weniger riskant]]" oder "zielgruppengerechter" zu machen -- in anderen Worten, eine höhere De/{{Einschaltquote}} liefern. "Zielgruppengerechter" ist üblicherweise synonym zu "mehr Action" und/oder "mehr Sex".

Allerdings entzieht dieser Prozess dem "Opfer" oft auch genau das, was die Show einzigartig und interessant macht -- nicht selten gerade zu dem Zeitpunkt, an dem die Show rapide an Zuschauern gewinnt, welche die Unterschiede und Richtung zu schätzen wissen. Das Ende der Show ist eher die Regel denn die Ausnahme. In den [[De/TheyJustDidntCare schlimmsten Fällen]] kann De/EinmischungVonOben zu De/AdaptionsVerfall, unfreiwillige De/CharakterEntgleisung oder gar De/AutorAnBord führen. Am Ende dieses Lebenszyklus liegt dann De/TooGoodToLast oder De/VomSenderRuiniert, wenn ein Manager irgendwo in der Hierarchie die Serie aus welchem Grund auch immer nicht mag. Autoren und Regisseure können mittels De/WriterRevolt zurückschlagen.

Gelegentlich ist dies das Ergebnis von dem Glauben, die Zuschauer bestünden vollständig aus [[De/ZuschauerSindDeppen abergläubigen Vollidioten]], die vor allem flüchten, das auch nur einen Tick zu ungewöhnlich oder [[De/AngstAversion deprimierend ist]]. Sind die Ergebnisse nicht wie erwartet folgt eine Runde Schuldzuweisung und leugnen.

Produzenten mischen sich auch aus sehr viel simpleren Gründen in Shows ein: [[De/{{Stolz}} Egobefriedigung]] und der Freude [[De/AGodAmI an der Machtausübung]]. Sollte eine Show, die sie derart "verbessert haben" zu einem Erfolg werden (oder sehr viel wahrscheinlicher: Ein Erfolg bleiben) war es selbstverständlich ausschließlich das Werk des Managers, das dafür verantwortlich ist.

Wenn eine Sendung es schafft, einer De/EinmischungVonOben zu entgehen, jedoch die Sendezeit ständig gewechselt wird und keine Promotion für sie erfolgt, dann ist sie De/VomSenderRuiniert.

In aller Fairness, Manager liegen nicht ''immer'' falsch. Die Allgegenwärtigkeit dieser Trope jedoch bringt Zuschauer dazu, das Management für ''jeden'' Fehler wie ein unglücklicher De/{{retool}} oder einen De/JumpTheShark Moment verantwortlich zu machen. Dabei werden gerne Tropen wie De/CreatorBreakdown, De/ProtectionFromEditors, De/WriterOnBoard oder De/AuthorFilibuster vergessen -- Dinge, die ein sich einmischender Manager sogar verhindern kann. Oft ist gerade derjenige, der die meisten Schuldzuweisungen abbekommt in Wirklichkeit [[De/{{Misblamed}} unschuldig.]]

Siehe auch De/ZuschauerSindDeppen, De/KreativeDifferenzen, De/VetoVonOben, De/MediaWatchdog und De/Moralhaxter. Gegensätzlich zu De/AmZensorVorbeimogeln.
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!!Beispiele
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[[source:En:ExecutiveMeddling]]